Was für eine Woche…
Drei Beerdigungen durfte ich begleiten. Drei Abschiede. Drei ganz eigene Geschichten.
An zwei Samstagen habe ich jeweils einen Opa beigesetzt – von Familien, die ich schon lange kenne. Familien, deren Kinder ich ebenfalls begleiten durfte, als sie gehen mussten. Und mittendrin:
ein kleines Mädchen. Das zweite Kind dieser Familie, das gestorben ist.
Jede dieser Beerdigungen hatte ihren eigenen Schwerpunkt, ihre eigene Tiefe.Und doch war es so eindrücklich, diese Unterschiede so nah beieinander zu erleben:
Wenn ein Mensch am Lebensende geht – selbst wenn es viel zu früh ist – gibt es Erinnerungen. Geschichten. Erlebtes Leben, das erzählt werden darf.
Und dann ein kleines Mädchen, das diese Welt nie wirklich betreten hat.Getragen im Bauch. Geboren.Vier Minuten Leben ausserhalb des Bauches. Vier Minuten.
Größer könnte der Gegensatz kaum sein.
Und doch…liegt in all diesen Abschieden auch so viel Gemeinsames:
Die Liebe.Das Vermissen.Das Unfassbare.Und dieses tiefe Bedürfnis nach Würde, nach Halt, nach einem liebevollen Rahmen.
Diese Woche war herausfordernd. Sehr.Und gleichzeitig so berührend.
Ich bin zutiefst dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird.Für die Erlaubnis, in diesen schwersten Momenten da sein zu dürfen.Ein Stück mitzutragen.Ein wenig gangbarer zu machen,
was eigentlich kaum gangbar erscheint, weil niemand diesen letzten Schritt machen und Goodbye sagen möchte.
